Informationen zur Ermittlung
CO2e – Fußabdruck
Wir wurden schon häufig darauf angesprochen, ob Tiefkühlprodukte schlecht für die Umwelt sind.
Daher geben wir euch im Folgenden ein paar Antworten und zeigen auf, was die Berechnung des CO2e-Fußabdrucks so komplex macht.

Lebensmittel und ihre Fußabdrücke
Unterschiedliche Lebensmittel verursachen unterschiedlich große CO2e-Fußabdrücke. Nach unseren Berechnungen* verursachen pflanzliche Zutaten deutlich geringere CO2e-Emissionen als tierische Zutaten. Das ist ja nichts Neues und schon allgemein bekannt – und auch unsere Berechnungen bestätigen das. Nach unseren Berechnungen* zählen unsere veganen Produkte im Sortiment häufig zu den Produkten mit den niedrigeren CO2e-Emissionen. Also wundert euch zum Beispiel nicht, dass unsere Gemüse Beilage, die Butter enthält, höhere Emissionen hat als eine Gemüse Pfanne mit Öl in der Zutatenliste.
* Der Product Carbon Footprint (PCF) wird gemäß den Anforderungen und Berechnungsgrundsätzen des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) berechnet (https://ghgprotocol.org/).
Die meisten CO2e-Emissionen entstehen beim Anbau der Zutaten sowie bei der Lagerung und Zubereitung des Produktes zuhause. Aber auch die Anbaumethode spielt für den CO2e-Fußabdruck eine große Rolle.
Das möchten wir auch am Beispiel der Kräuter mal etwas genauer erläutern. Ihr kennt bestimmt alle diese großen Kräutertöpfe aus dem Supermarkt?
Beim Anbau frischer Kräuter in fossil beheizten Gewächshäusern entstehen nach unserer Berechnung* bis zu 10-mal mehr Emissionen als beim Anbau unserer Tiefkühlkräuter im Freiland.
Deshalb kann man nicht pauschal sagen, dass frisch kochen immer klimafreundlicher ist. Verwendet man z.B. Gemüse wie Tomaten oder Paprika außerhalb der kurzen Freilandsaison aus diesen fossil beheizten Gewächshäusern, schneidet die Frischzubereitung teilweise sogar schlechter ab als das Tiefkühlgericht.
Handelt es sich bei dem zuhause verarbeiteten Gemüse jedoch um solches, das in der Region im Freiland angebaut wurde, so schneidet das Selberkochen wiederum besser ab. Ihr merkt, viele Faktoren spielen eine Rolle.
* Der Product Carbon Footprint (PCF) wird gemäß den Anforderungen und Berechnungsgrundsätzen des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) berechnet (https://ghgprotocol.org/).
Auch die Art der Rohwarentransporte hat einen Einfluss auf die CO2e-Fußabdrücke. Oft werden wir gefragt, ob es nicht total klimaschädlich sei, dass unsere Zutaten aus der ganzen Welt kommen. Dabei machen die Rohwarentransporte einen geringen Teil des CO2e-Fußabdrucks aus. Dies liegt unter anderem daran, dass bei FRoSTA grundsätzlich keine Rohwaren per Flugzeug transportiert werden.
Gleichzeitig ist der Transport tiefgefrorener Zutaten effizienter als der von frischem Obst und Gemüse, weil die „TK“-Frischware bereits vor Ort gewaschen, wenn nötig geschält und zugeschnitten wird. Dabei werden natürlich Schale, Stiele, Stängel und Kerngehäuse, wie z.B. bei der Paprika, entfernt und gar nicht erst zu uns transportiert. Das spart einiges an Gewicht und somit auch CO2e. Zusätzlich lassen sich die klein geschnittenen Zutaten viel platzsparender verstauen. Dadurch passt viel mehr tiefgekühltes als frisches Gemüse in den LKW.
Und so berechnen wir den CO2e-Fußabdruck
Systemgrenzen geben uns den Umfang vor, wie unsere Emissionen ermittelt und Daten erhoben werden. Sie definieren, welche Prozesse, Materialien und Aktivitäten in die Analyse einbezogen werden und welche nicht. Bei unserer PCF (Product Carbon Footprint / CO2e-Fußabdruck) Berechnung „Cradle to Grave“ beziehen wir neben der Erzeugung unserer Rohwaren (Gemüse, Obst, Getreide, Reis, tierischen Erzeugnissen sowie Fischfang etc.) auch deren Verarbeitung und Verpackung, sowie die Herstellung der Packstoffe mit ein. Der Transport und die Lagerung werden hier außerdem mit einbezogen.



